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Internationalität kann man nicht kaufen

Category: Chronik
Published: Tuesday, 16 September 2014
Written by Super User
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Herr Oberst, das Austrian Armed Forces International Centre ist national gut vernetzt, welche Institutionen gilt es hier hervorzuheben?

Von der militärischen Seite her ist die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den Akademien und Schulen aber auch jene mit den Kampfbrigaden im Rahmen der Einsatzvorbereitung der Auslandskontingente zu erwähnen. Im zivilen Bereich findet eine enge Kooperation mit der „Friedensburg“ Stadt Schlaining statt, wo wir zurzeit an einem Memorandum of Understanding arbeiten, um diese Zusammenarbeit so unbürokratisch und effizient wie möglich zu gestalten. Es darf aber auch nicht außer Acht gelassen werden, dass es beim Way Ahead erforderlich ist, erneut eine Plattform für alle involvierten Ressorts einzurichten, um dadurch nach den Grundsätzen der Sparsamkeit und Effizienz sämtliche Ausbildungen für Friedensunterstützende Operationen (FUO) inklusive deren Administration bestmöglich sicher zu stellen.

Obst Claus Amon, Kommandant des Austrian Armed Forces International Centre in Götzendorf

 

Auch im internationalen Bereich werden enge Kontakte gepflegt, welche Verbindungen sind hier die wichtigsten?

Die wichtigsten Verbindungen sind einerseits die regionale Kooperation unter dem Begriff Fo(u)r Peace Central Europe (4PCE) nämlich die Zusammenarbeit mit den Kooperationsstaaten Deutschland, Schweiz und den Niederlanden und andererseits die gemeinsame Arbeit im Bereich NATO/Partnership for Peace (PfP) und hier die Community der Peacekeeping Training & Education Centres (PTEC). Es gilt in diesem Bereich anzumerken, dass diese Netzwerke bereits weltweit etabliert sind und in ihrem Focus im Ausbildungsbereich die Interoperabilität an erster Stelle steht. Als weitere enge Kooperation ist die Zusammenarbeit der sogenannten International Association of Peacekeeping Trainingcenters (IAPTC) zu sehen. Sie umfasst die militärischen, zivilen als auch von der Polizei eingerichtete Trainingszentren. Als deren Unterorganisation wurde auf europäischer Ebene die European Association of Peace Operations Trainingcenters (EAPTC) eingerichtet, weltweit sind ihre Counterparts die Association of Asia-Pacific Peace Operations Trainingcenters (AAPTC), die African Peace Support Trainers Association (APSTA) und die Latin American Association of Peace Keeping Operations Trainingcenters (ALCOPAZ).

 

Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit im Rahmen der PfP?

Die Zusammenarbeit gestaltet sich dahingehend, dass es ein Co-Chairmanship von Allied Command Transformation (ACT) und der NATO-Schule gibt, welches zusammen mit allen Partnernationen zwei Mal jährlich zu Workshops und Kommandantenbesprechungen lädt. Diese dienen der Festigung von Ausbildungsinhalten und der Zertifizierung bzw. Anerkennung von Ausbildungsgängen. In diesem Bereich sollte man aber nicht vergessen, die NATO Intitiative für „Training and Education for Peace Support Operations“ (TEPSO) anzuführen. TEPSO ist eine international betriebene Plattform im Bereich NATO/PfP. Sie beschäftigt sich mit der Definition von Ausbildungszielen und Ausbildungsinhalten. Ihr Ziel ist es, eine Standardisierung, Harmonisierung und Synchronisation von Ausbildungsgängen zu erreichen, um diese Führungsebenen bezogen ablaufen lassen zu können.

 

Welche Aufgaben übernehmen international IAPTC und EAPTC?

IAPTC kann als Dachorganiation von zivilen, militärischen und polizeilichen Trainingszentren – die Teilnahme erfolgt auf freiwilliger Basis – definiert werden. Einmal jährlich werden hierbei Grundthematiken des „Peacekeepings“ im Rahmen einer Konferenz - die letzte fand 2014 in Indonesien statt, 2015 wird Brasilien der Gastgeber sein - angesprochen. Aufgrund der Größe der IAPTC und um effizienter und zielorientierter sowie kostengünstiger agieren zu können, wurden Suborganiationen geschaffen. Darunter fällt auch die bereits erwähnte EAPTC. Bis dato tagte die EAPTC zwei Mal, erstmalig 2012 in Lübeck (Deu), gefolgt von der Konferenz in Stans (Che), 2015 wird sie durch das AUTINT in Österreich gehostet werden. AUTINT hatte 2014 auch die Ehre die EAPTC im Rahmen der IAPTC-Konferenz in Indonesien im Rahmen von Vorträgen und Break Out Sessions zu vertreten.

 

Mehr als das halbe Jahr ist vorüber, welche Akzente wurden bis dato im AUTINT gesetzt?

Wenn wir uns den Ausbildungsbereich anschauen, so ist im ersten Halbjahr 2014 erstmalig unter AUTINT-Verantwortung die Vorbereitung für das UNIFIL-Konitngent durchgeführt worden. Mit 2015 wird dieses Kontingent dann vollverantwortlich übernommen werden. Zusätzlich war dieses Halbjahr durch die Einsatzvorbereitung von Einzelrotanten geprägt, die nicht nur während der vordefinierten Wochen einberufen wurden, sondern beinahe täglich zu „Gast“ waren. In diesem Zusammenhang muss angeführt werden, um einen Vergleich anstellen zu können, dass das größte Auslandskontingent des Bundesheeres die angesprochenen Einzelrotanten in alle Missionen sind, welche unter alleiniger Verantwortung des AUTINT administriert, versorgt und ausgebildet werden. Eine besondere Herausforderung war auch die erstmalige Durchführung des Military Expert on Mission Course, bei welchem in der ersten Phase der Ausbildung die Force-Multiplayers CIMIC, PSYOPS, FHumint und LCC (LOT/LMT) gemeinsam ausgebildet werden, danach getrennt eine einwöchige fachspezifische Ausbildung erfahren und in der Letztphase - exkl. Fhumint, da dieser Kurs um eine Woche länger dauert - wieder im Rahmen einer Abschlussübung zusammengeführt werden. Diese Art der Ausbildung für diese Fachbereiche ist zurzeit in der PTEC-Community einzigartig und als äußerst sinnvoll anzusprechen.

 

Der Military Expert on Mission Course – Military Observer wurde im Rahmen von 4PCE durchgeführt. Wie eng ist hier die Zusammenarbeit mit den involvierten Traininngscentren von Detuschland, der Schweiz und den Niederlanden?

Man kann hier nicht von Enge sondern muss von gelebter Partnerschaft sprechen. Zuerst zwei Wochen Militärbeobachterausbildung in den nationalen Zentren und danach die Zusammenführung im Bereich Bodensee im Rahmen eines Redeployments. Bei der länderübergeifenden Abschlussübung „Blue Flag“ werden in einem österreichischen, einem deutschen und einem Schweizer Sektor die multinationalen Kursteilnehmer intensivst für ihre zukünftigen Aufgaben als Militärbeobachter trainiert. Man kann, ohne hiebei von Hochmut zu sprechen, von einer Erfolgsstory sprechen, das manifestiert sich etwa darin, dass die Abschlussübung „Blue Flag“ auf internationaler Ebene in einem Atemzug mit der Großübung „Viking“ genannt wird. Heuer waren unter den rund 120 Kursteilnehmern 42 Nationen vertreten. Damit dieser hochwertige Kurs reibungslos über die Bühne gehen kann, haben mit den entsprechenden Vorlaufzeiten Workshops, Kommandantenbesprechungen, Grob- und Feinabstimmungen stattzufinden und in weiterer Folge muss das Austauschprogramm für Trainer und Kursteilnehmer abgestimmt werden.

 

In welche Richtung sollte sich Österreich im Rahmen der internationalen Solidarität entwickeln?

Grundsätzlich ist Österreich im internationalen Umfeld sehr gut aufgestellt und bestens anerkannt. Um dem Slogan „Going International“ weiter Folge leisten zu können hat man aus meiner Sicht vor allem dem Bereich „Gewinnung von Know How“ größte Bedeutung beizumessen. Dies bedeutet, dass wir vor allem in sogenannten „Nischenfunktionen“ nämlich beim Einsatz von Experten wie Militärbeobachtern oder Force-Multiplayern in den Bereichen CIMIC, PSYOPS, LCC und FHumint verstärkte Präsenz zeigen müssen. Daraus ergibt sich eine klare Win-Win-Situation: Wir leisten mit ausgewählten Experten unseren Beitrag, das erworbene Können und Wissen sowie die mitgenommene Erfahrung kann anschließend im eigenen Bereich in die Weiterentwicklung der Ausbildung einfließen. Abschließend kann zu diesem Punkt angeführt werden, dass das Korsett für unsere internationalen Einsätze die Einsatzkontingente bilden, das unbedingt erforderliche Know How muss aber mit Masse von den Experten kommen.

 

Welche Arbeitsschwerpukte erwarten Sie im 2. Halbjahr?

Die Durchführung des zweiten Military Expert on Mission Courses, analog des ersten Halbjahres die EUFOR ALTHEA Ausbildung, die gesamt unter unserer Verantwortung steht, die Ausrichtung der TEPSO Konferenz in Österreich sowie die Ausbildungunterstützung im Bereich UNIFIL bei der 6. Jägerbrigade um nur einige zu nennen.

 

Der Military Expert on Mission Course wird seit heuer durchgeführt, gibt es bereits Erkenntnisse über die Zweckmässigkeit dieses Kurses?

Man kann diesen Kurs als äußerst effizient und zielführend bezeichnen. Und das nicht nur aus der Sicht des AUTINT sondern auch aufgrund des eingeforderten Feedbacks, das wir bekommen haben. International erfährt dieses Ausbildungsmodul bereits große Aufmerksamkeit, der Idee dieser „Integrierten Ausbildung“ kommt großes Interesse entgegen, dies zeigt sich etwa in den qualifizerten Erfahrungsaustauschen mit anderen Trainingscentren, die andenken dieses System auch zu übernehmen. Das Wichtigste in diesem Bereich ist jedoch, dass wir den Weg der national und international integrierten Ausbildung intensivieren. Das bedeutet, die nationale militärische, zivile und polizeiliche Kompenente muss grenzüberschreitende internationale Ausbildung erfahren, um weltweit mit einer Sprache sprechen zu können.

 

Sparmaßnahmen prägen die Zukunft, wie kann es im Bereich der internationalen Solidarität wietergehen?

Aufgrund der Budgetsituation ist in der Zukunft eine klare Kompetenzzuteilung in allen vernetzten Ländern anzustreben, um Doppelgleisigkeiten zu verhindern. AUTINT hat in einigen Bereichen die Vorreiterrolle übernommen bzw. arbeitet anderen Impulsträgern zu, um dadurch einerseits für das eigene Haus und andererseits im Rahmen der internationalen Kooperationen eine rasche Weiterentwicklungen bei künftig zu bewältigenden Aufgaben sicherzustellen. Abschließend möchte ich anmerken, es ist nicht immer eine Geldfrage sondern eine reine Frage des Wollens und der inneren Einstellung, um Weiterentwicklungen des „Peacekeepings“ zu fördern aber auch einzufordern.

 

Ihr Schlussresumee, Herr Oberst?

Derzeit sind ja die Sparmaßnahmen in aller Munde. Ich möchte hier Peter Rosegger zitieren, der sagt: „Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer viel braucht“. Und daher denke ich, wenn man die vorhandenen Ressourcen punktgenau einsetzt, wird man die verbliebenen Aufträge grundsätzlich prioritätsbezogen erfüllen können.

 

Herr Oberst, herzlichen Dank für das Gespräch!

 

Interview: Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT

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Category: Chronik
Published: Friday, 06 September 2013
Written by Anton

User Rating: 4 / 5

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On behalf of the staff and instructors, welcome to the Austrian Armed Forces International Centre (AUTINT). We are sure that you will find the course you are about to take professionally rewarding.

The AUTINT is a competence centre for Peace (Support) Operations [P(S)O], and since 1999 it has been a PfP Training & Education Centre (PTEC). It conducts operations preparation courses and follow-ups for P(S)Os, as well as for humanitarian and disaster relief operations.

The Austrian Armed Forces International Centre is committed to provide the best possible training environment and contributes to help developing closer relations between partner nations and other countries.

Your comments regarding the course content will ultimately benefit future participants. At the end of the course you will be in the best position to provide us with your feedback. Therefore, we encourage you to devote the necessary time and energy to the course evaluation and follow-up surveys. Continued effectiveness of our training depends on it.

 

I wish you good luck and hope you will enjoy your stay in Austria!

Claus AMON MSD
Colonel
Commandant AUTINT

 

 

 

 

 

Test

Category: Chronik
Published: Thursday, 05 September 2013
Written by Super User
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