Willkommen
Welcome
![]() |
|
![]() |
![]() |
Mit 23. Februar begann im Austrian Armed Forces International Centre (AUTINT) in Götzendorf der Military Expert on Mission Course (MEoMC). Dieser Kurs wurde erstmalig 2014 durchgeführt und hat das Ziel auf das immer komplexer werdende Umfeld und die damit verbundenen vielschichtigen Aufgaben einer Friedensunterstützenden Operation best möglich vorzubereiten.
Der Idee dieser „Integrierten Ausbildung“ kommt großes Interesse entgegen, dies zeigt sich etwa im qualifizerten Erfahrungsaustausch mit anderen Trainingscentren, die überlegen dieses System auch zu übernehmen. Das Wichtigste in diesem Bereich ist jedoch, den Weg der national und international integrierten Ausbildung weiter zu intensivieren. Das bedeutet, die nationale militärische, zivile und polizeiliche Kompenente muss grenzüberschreitende internationale Ausbildung erfahren, um weltweit mit einer Sprache sprechen zu können.
Experts on Mission
Der Kurs fasst die Fachausbildungen für Verbindungs- und Beobachtungsteams (LOT/LMT), Field HumInt, CIMIC und PSYOPS zu einem gemeinsamen Ganzen zusammen. Mit der Verknüpfung von Elementen der unterschiedlichen Ausbildungsgänge sollen Experten der jeweiligen Fachrichtungen ausgebildet werden, die ein, über ihr Fachgebiet hinausgehendes, gesamtheitliches Verständnis aufweisen, um in besagtem, komplexen Umfeld moderner Friedensunterstützender Einsätze bestehen zu können. Die einzelnen „Expert on Mission“ Courses (EoMC) decken mit den jeweiligen Fachrichtungen auch unterschiedliche militärische (Führungs-)Ebenen ab und vermitteln dem Kursteilnehmer dadurch das Verständnis für das Zusammenwirken der einzelnen Elemente und Ebenen sowie die Notwendigkeit innovativen Denkens und Arbeitens.
Basismodul
Mit dem in allen „Expert on Mission“-Fachkursen abgebildeten Grundlagenmodul sollen einheitliche Wissensgrundlagen und Basis-Kompetenzen vermittelt werden, Verständnis für die Fachbereiche der EoMC geschaffen sowie Schnittpunkte bzw. Nahstellen der einzelnen Aufgabengebiete und Querschnittsmaterien dargestellt werden. Im daran anschließenden fachspezifischen Ausbildungsmodul werden die Kernkompetenzen und Expertisen der jeweiligen Fachrichtung vermittelt und im Rahmen einer integrierten Abschlussübung unter Zugrundelegung eines gemeinsamen Szenarios, zum Zusammenwirken gebracht.
Vier Fachbereiche
Alle Fachbereiche zeichnen sich durch regelmäßigen Kontakt zur lokalen Bevölkerung und verschiedensten Entscheidungsträgern sowie einer weitgehend selbständigen Arbeitsweise und einem hohen Maß an Auftragsorientierung aus. Um das, für die Aufgabenerfüllung in diesen Bereichen, notwendige Einfühlungsvermögen und die Sensibilität sowie die analytische Fähigkeiten auszuprägen werden in theoretischen Lektionen und praktischen Übungen, Techniken der Gesprächs- und Verhandlungsführung unter Berücksichtigung kultureller, genderbezogener und geschichtlicher Sensibilität vermittelt.
Im Ausbildungsmodul Liaison, Coordination, Cooperation (LCC) werden die notwendigen Kompetenzen für den Einsatz in einem Liaison Observation – oder Liaison Monitoring Team (LOT/LMT) bzw. der Funktion eines Verbindungsoffiziers eines (multi)nationalen Organisationselementes vermittelt. Das Halten von Kontakt (Liaison) zur Zivilbevölkerung des Einsatzlandes, lokalen Entscheidungsträgern und zu Internationalen- bzw. Nichtregierungs-Organsiationen (NGOs) dient der Informationsgewinnung über den Einsatzraum und damit zur Sicherstellung eines umfassenden Lagebildes. Dieses Lagebild dient zum einen dem Truppenschutz und zum anderen der effektiven Einsatzführung der gesamten Mission.
Neben den durch Liaison gewonnen Informationen, zielt die Fachrichtung Field Human Intelligence (FHUMINT) explizit auf die Informationsgewinnung durch menschliche Quellen (international als HUMINT bezeichnet, engl. für Human Intelligence) ab. Diese Form der Gesprächsaufklärung zeichnet sich nicht nur durch die auftragsgemäße Gewinnung von Informationen sondern auch deren rascher Bereitstellung in aufbereiteter Form aus.
Die im Rahmen dieses Ausbildungsmodul vermittelten Inhalten sollen dem Kursteilnehmer die Vorraussetzungen für einen Einsatz im Ausland als Gesprächsaufklärer im multinationalen Umfeld vermitteln. Im Gegensatz zur „nachrichtendienstlichen Gesprächsaufklärung“ ist diese Tätigkeit jedoch auf die offene Informationsgewinnung von menschlichen Quellen ausgerichtet.
Während der Bereich LCC auf Liaison zu verschiedensten Stellen primär zur Informationsgewinnung bzw. -weitergabe spezialisiert ist, deckt die Civil-military co-operation (CIMIC) ein breiteres Aufgabenspektrum ab und nützt die Kooperation und Koordination zwischen zivilen Einrichtungen und militärischen Elementen um, beispielsweise durch die Vermittlung von Wiederaufbauprojekten, Beratung lokaler Administrationen etc., stabilisierend auf den Einsatzraum einzuwirken und damit ebenfalls dem Truppenschutz zu dienen.
Im Ausbildungsmodul CIMIC sollen ein genereller Überblick über die für den Einsatz relevanten TTP`s (Tactics, Techniques and Procedures) verschafft, sowie die Kursteilnehmer gezielt auf die zu erwarteten Aufgaben unter Berücksichtigung kultureller Aspekte vorbereitet werden.
Psychologische Operationen/Psychological Operations (PSYOPS) sind geplante, kulturell angepasste, wahrheitsgemäße und mit der militärischen Einsatzführung synchronisierte psychologische Informationsaktivitäten. Im Rahmen dieser Aktivitäten werden Methoden der Kommunikation (Printmedien, Radio- und TV-Übertragungen, Internetauftritte etc.) eingesetzt um die Wahrnehmung, Einstellung und das Verhalten von festgelegten Zielgruppen zu beeinflussen und dadurch die militärische Einsatzführung zu unterstützen. Das Ausbildungsmodul PSYOPS stellt die Grundvorraussetzung für die Erfüllung derartiger Aufgaben im nationalen bzw. internationalen Umfeld dar.
Für das Team Betreuung & Öffentlichkeitsarebit des Austrian Armed Forces International Centre in Götzendorf nahm der Arbeitsalltag bereits in der ersten Jännerwoche volle Fahrt auf. Schon am 9. Jänner flog im Rahmen einer Truppenbetreuung die steirische Austropop-Band „Grodaus“ für zwei Konzerte in den Kosovo.

Kaum in Pristina gelandet ging es schon weiter nach Prizren, um gemeinsam mit den Schweizer Kameraden das Bergfest zu feiern. Ein tolles Konzert sorgte für einen stimmigen Abend, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Nach einer kurzen Stadtführung am Samstag ging es wieder retour nach Pristina, wo abends für die österreichischen Teile das Bergfest und für die deutschen Kameraden die Outgoing Party am Programm standen. Wieder heizten „Grodaus“ mit den bekanntesten Austropop-Nummern und weltbekannten Alltime-Hits ein, sodass auch in Pristina für einige Stunden Abstand vom militärischen Alltag gefunden werden konnte.

Nach einer kurzen Nacht ging es bereits Sonntag mittags wieder zurück nach Österreich. Davor aber hatten die Musiker die Gelegenheit mit einem Pandur eine Ausfahrt zu machen. Ein Erlebnis der besonderen Art, das für viel Gesprächsstoff sorgte.

Text: Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT
Fotos: OWm Gerd Marek
Lee Brudvig, seit 3. August 2012 Gesandter der U.S. Botschaft in Wien, besuchte in Begleitung des amerikanischen Verteidigungsattachès, Col Paul Brotzen und von LtCol Scott Ogledinski am Mittwoch, 15 01 15, das Austrian Armed Forces International Centre (AUTINT) in Götzendorf.

Lee Brudvig hat den Großteil seiner beruflichen Laufbahn in Entwicklungsländern verbracht, und engagiert sich deswegen in hohem Maße für Themen wie nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, multilaterale Diplomatie, Minderung von Armut und humanitäre Hilfe. Brudvig arbeitet seit 1984 als Karrierediplomat und Beauftragter für Wirtschaftsfragen für das U.S. Außenministerium. Er diente als Gesandter an der U.S. Botschaft in Nairobi und bei der UN in Rom, als Botschaftsrat für Wirtschaftsangelegenheiten in Neu Delhi, als Botschaftsrat für Politik und Wirtschaft in Wien, als Beauftragter für Regionale Natürliche Ressourcen in Pretoria und Johannesburg, als Wirtschaftsbeauftragter in Guangzhou, als Finanzökonom im Büro für Währungsangelegenheiten (Office of Monetary Affairs) in Washington DC, sowie als Wirtschafts-/ Konsulatsbeauftragter in Mbabane, Manila und Nairobi.

Obst Claus Amon informierte den Gesandten in einem umfassenden Briefing über die Aufgaben des AUTINT und seine nationalen und internationalen Vernetzungen sowie über die derzeitigen Auslandsmissionen. Im Anschluss daran hielt Lee Brudvig vor dem Kader der Auslandseinsatzbasis einen Vortrag über die sogenannten 3D: Diplomacy – Development – Defense. Ausgangspunkt dafür bildete seine Tätigkeit an der Botschaft in Nairobi, die einen Personalstand von über 4.000 Mitarbeitern hat. Kern seiner Botschaft war die Nutzung der gemeinsamen Schnittflächen der 3D sowie die stetige Erweiterung der internationalen Netzwerke, um mit Hilfe von Partnern vorort Erfolge in der wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern zu erzielen. Eine Aufgabe die ohne das Zusammenwirken des Dreiecks Diplomatie – Entwicklungpolitik – Verteidigungspolitik nicht möglich wäre. Vorrangiges amerikanisches Zielgebiet ist dabei Afrika.


Nach dem Mittagessen stand noch ein Besuch des internationalen Gefechtsfeldübungsplatzes am Programm, wo der Leiter der Lehrabteilung, Obst Sandor Galavics, in die Möglichkeiten der Ausbildung einwies. Ein Rundgang durch den Kompaniestützpunkt sowie die Eintragung in das Gästebuch beendeten den hochrangigen Besuch.
Text: Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT
Fotos: Vzlt Werner Wukoschitz
Es ist schon Tradition, dass im Dezember die Angehörigen der Auslandseinsatzbasis die Möglichkeit haben an einer Adventwanderung teilzunehmen. Im Rahmen dieses CI-Projekts können die Grazer- und Götzendorferteile in gemütlicher Atmosphäre das vergangene Jahr revue passieren lassen und das Zusammengehörigkeitsgefühl vertiefen. Traf man sich in den letzen einmal in Götzendorf und zwei Mal in der Mitte so stand diesmal Graz am Wanderprogramm.
Mit zwei Stadtführeren wurde die Innenstadt erkundet und der Schloßberg erklommen. Wuchtig ragt das Dolomitgestein 123 Meter über dem Hauptplatz. Neben dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Graz, befindet sich auch der Glockenturm, liebevoll Liesl geannt, am Schloßberg.
Um 1125 wurde auf dem damals nackten Felsen eine romanische Burg errichtet, die Graz ihren Namen gab. Dieser kommt vom slowenischen „gradec“ und bedeutet „kleine Burg“. Später wurde das Gemäuer gotisch erweitert und ab 1544 nach Plänen von Domenico dell'Allio zu einer Renaissancefestung ausgebaut. Die Burg ist im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten verzeichnet.

Auch Napoleon konnte sie Anfang des 19. Jahrhunderts nicht erobern. Erst als er 1809 Wien besetzte und mit der Zerstörung der Hauptstadt drohte, ergab sich das erpresste Graz und es wurden fast alle Festungsanlagen geschleift. Lediglich die Liesl und der Uhrturm blieben erhalten, da sie von den Grazer Bürgern freigekauft und somit vor der Zerstörung bewahrt werden konnten.
Rund dreißig Jahre später begann Ludwig Freiherr von Welden mit der Umgestaltung des einstigen Festungsberges in einen romantischen Garten mit zahlreichen Spazierwegen und teils südländischen Pflanzen, die hier dank des vergleichsweise milden Grazer Klimas gedeihen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde durch Zwangsarbeiter im Inneren des Berges ein umfangreiches Stollensystem mit 6,3 km Länge, 20 Eingängen und etwa 12.000 m² Nutzfläche angelegt, welches während der schweren Bombenangriffe auf Graz als Kommandozentrale, Luftschutzbunker für bis zu 50.000 Personen und Lazarett diente. Heute befindet sich im Stollensystem ein Lift, die Märchengrottenbahn und ein Veranstaltungszentrum.
Nach den wichtigsten historischen Stationen der Innentstadt wurde mit einem Glühwein am Adventmarkt die Wanderung beendet und in die Heimatgarnisonen verlegt. Für alle Teilnehmer war klar auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein, denn auch wenn man an zwei Orten disloziert ist, sollte das Geimsame sowohl im Dienst als auch ab und zu auch ein wenig abseits davon im Vordergrund stehen.
Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT
4-PCE Veranstalter
Die vier Länder, die Teil des 4-PCE sind, arbeiten Hand in Hand, um den teilnehmenden Offizieren ein höchst effektives Training zu geben. Die jährliche stattfindenden Kurse in den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Österreich, werden von Teilnehmer aus der ganzen Welt besucht.
Im Untermenü finden Sie detaillierte Informationen über die Ausbildungs-Zentren.