Willkommen
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Unter dem Motto „60 Jahre Österreichisches Bundesheer – 55 Jahre internationale Solidarität“ ging die Peace Art Gala 2015 im Heeresgeschichtlichen Museum über die Bühne. In einem informativ-unterhaltsamen Rahmen wurde über die Beteiligung Österreichs an internationalen Missionen, derzeitige Konfliktherde und die Lösung von Krisen gesprochen.
Die Schnürer Buam aus der Steiermark spielten mit heimatlichen Klängen die von ORF-Lady Mag. Melanie Balaskovics und Obstlt Helmut Gekle moderierte Gala kraftvoll ein. In einer ersten Gesprächsrunde berichteten eine einsatzerprobte Soldatin sowie Soldaten von ihren Erfahrungen. Der Kommandounteroffizier der Streitkräfte, Vzlt Othmar Wohlkönig, schilderte das Lagebild in Zypern, wo er derzeit seinen 6. Auslandseinsatz versieht, StWm Christina Koller sprach über ihre Erfahrungen als Frau während ihrer Dienstverwendung im Kosovo, Tschad und im Libanon. Major Christian Burger stand Rede und Antwort zum Thema Psychologische Operationen im In- und Ausland und Generalmajor Dieter Heidecker brachte dem Publikum die Aufgaben eines Force Commanders in einem multinationalen Verband näher. Abschließend sprach der Kommandant der Streitkräfte, GenLt Franz Reißner, über die weltweiten Einsätze der rund 1.200 zurzeit entsendeten Soldaten. Sein spezielles Augenmerk richtete er dabei auf die 6 Kleinmissionen in Afrika, den Einsatz von 10 Offizieren und Unteroffizieren in Afghanistan sowie der in der Ukraine zum Einsatz kommenden Monitore, die in der Auslandseinsatzbasis in Götzendorf ausgebildet werden.
Die Dornrosen
Nach den Schnürer Buam kamen mit den Dornrosen drei exzellente Musikerinnen zum musikalischen Einsatz. Genau so wie die Schnürer Buam waren auch sie bereits fünf Mal zu Truppenbetreuungen im Ausland, aus ihren Erfahrungen resultiert auch ihre wunderschöne Hommage an diese Tage mit dem Titel „In the Service of Peace“, den sie allen im Einsatz befindlichen Soldatinnen und Soldaten gewidmet haben.
In einer zweiten Gesprächsrunde diskutierten der Leiter des Instituts für Friedenssicherung und Konfliktmanagement, Bgdr Dr. Walter Feichtinger, Dr. Claus Neukirch von der OSZE, ORF-Auslandskorrespondent Christian Wehrschütz und der Leiter der Militärvertretung Brüssel, GenLt Günter Höfler, über derzeitiges sowie künftiges Krisen- und Konfliktmanagement sowie Österreichs Rolle im internationalen Staatenverbund.
Jazz Gitti & Die3
So wie zwei Mal im Kosovo sorgte Jazz Gitti auch in der ehrwürdigen Ruhmeshalle für beste Stimmung. Mit ihren schwungvollen Liedern sorgte sie für mitklatschende Gäste, die jedem ihrer Befehle brav folgten. Egal ob dabei aufgestanden werden musste oder die Hände über dem Kopf geschwenkt. Im Anschluss an die Stimmungskanone aus Wien schilderten Magier Toni Rei, der Obmann der Krampusgruppe Tantalus Pass, Andreas Withalm, Fritz Schicho vom Kabarett Gimpel und Franz Müllner von den Strebersdorfer Buam ihre Erinnerungen an die Truppenbetreuungen in den österreichischen Einsatzräumen.
Die Abschlussklänge zur Gala kamen von der Austropopband Die3, die mit dem Lied „Loss mi amoi no die Sun aufgehn sehn“ dem großartigen Musiker Georg Danzer gedachten. In ihrer Eigenkomposition „Wir san aus Österreich“ verewigen sie auch das Bundesheer in lobenden Worten, was natürlich für viel Applaus sorgte. Abschließend fanden sich alle Musiker auf der Bühne ein, um Österreichs heimlich Hymne, „I am from Austria“, in einer einzigartigen unplugged-Version zum Besten zu geben.
Nach rund zwei Stunden endete die Peace Art Gala 2015 im Heeresgeschichtlichen Museum mit langanhaltendem Applaus. Die informativ-unterhaltsame Veranstaltung traf den Nerv des vollen Hauses, das konnte man in den zahlreichen Gesprächen beim abschließenden Buffet feststellen. Ausgedrückt wurde dies auch vom Chef des Generalstabs, Gen Othmar Commenda, durch seinen Eintrag ins Gästebuch: „Wie immer eine tolle Veranstaltung!“
Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT
Fotos: Karl Nikowitz
Eisenstadt ist seit 90 Jahren Burgenlands Hauptstadt, das Österreichische Bundesheer feiert heuer sein 60-jähriges Bestehen. Grund genug gemeinsam zu feiern. Auf Einladung der Stadtgemeinde wurde am Freitag, 15. Juni, in der Fußgängerzone eine Leistungsschau mit zahlreichen Vorführungen druchgeführt. Neben einem Showexerzieren der Garde und einer Präsentation des Militärhundezentrums Bruckneudorf wurde auch eine Modenschau unter dem Motto „Uniformen gestern – heute – morgen“ den zahlreichen Besuchern geboten.
Bei der Modenschau kamen als Höhepunkt auch wieder die Haute Couture Werke von Designer Emanuel Burger zum Einsatz. Am Catwalk waren fast nur Grundwehrdiener zu sehen, allen Models war gemeinsam, dass sie erstmals in dieser außergewöhnlichen Funktion Erfahrungen machten. Die faszinierenden Kreationen von Emanuel Burger wurden vom Publikum mit viel Applaus bedacht, der Schritt mit neuen Ideen frischen Schwung in die Öffentlichkeitsarbeit zu bringen hat sich bereits mehr als bezahlt gemacht, wie die äußerst erfolgreichen Präsentationen in den letzten beiden Jahren gezeigt haben.
Beendet wurde die Leistungsschau mit dem Großen Österreichischen Zapfenstreich, der von der Militärmusik Burgenland bravourös aufgeführt wurde. Eine Ehrenformation der Garde verlieh diesem Stück österreichischer Tradition einen besonders würdevollen Rahmen.
Für die Teile des AUTINT war dieser Tag ein voller Erfolg, denn neben vielen positiven Gesprächen über die Auslandseinsätze des Heeres glänzte das Team der Betreuung & Öffentlichkeitsarbeit auch mit einem sehr ansprechenden Infostand der einem Einsatzszenario nachempfunden wurde und ein echter Blickfang war.
Zu einem tollen Erfolg wurde die 22. Veranstaltung der Kulturreihe „Kunst im Einsatz“ mit Österreichs angesagtester Popart-Künstlerin Tanja Playner und der mitreißenden musikalischen Umrahmung von Wolfgang Laab.
Das Ambiente der Ausstellungsräume wurde mit einer himmelblauen Vespa, einem Pez-Automaten, einem knallig orangen Plattenspieler, einer KTM Motocross Maschine Jahrgang 1971, einem voll funktionstüchtigen Flipperautomaten und vielen anderen Gegenständen zur Kultstätte für die 70-iger und 80-iger Jahre.
Harmonisch fügten sich die ausdrucksstarken Werke von Tanja Playner in dieses Ambiente ein. Die Liebe zur Kunst hat Tanja Playner (geb. 1982) schon in ihrer Kindheit durch ein kreatives Umfeld entwickelt. In der Jugend war sie fasziniert von den Pop Art Arbeiten von Andy Warhol und Roy Lichtenstein, der philosophischen Fantasiewelt des Surrealismus von Salvador Dali, dem facettenreichen Farbenspiel von Gustav Klimt und der Formensprachen und Estethik des Abstrakten Expressionismus von Wassily Kandinsky.
Die wichtigsten künstlerischen Ausgangspunkte von Tanja Playner sind das dynamische Leben in der Stadt, der Natur und von Personen mit einer positiven, lebensfrohen Ausstrahlung. Mit ihren Botschaften Liebe, Lebensfreude, Lifestyle und Optimismus begeistert die Popart-Künstlerin die Betrachter ihrer Werke. Mit Ihren Statement “Meine Kunst schockiert nicht – sie macht Menschen weltweit glücklich“, erobert die Künstlerin ihre Fangemeinde.
Vollkommen im Einklang mit dem Thema war auch Musiker Wolfgang Laab, der mit Alf Poier und der Band Wolfshilfe auch schon im Rahmen der Truppenbetreuung im Kosovo im Einsatz war. „Take a walk on the wild side“, „Hallelujah“, „Jeans on“, Ticket to ride“ und als krönender Abschluss “I am from Austria” begeisterten das Publikum und forderten ihm etliche Zugaben ab.
Wie immer war die Veanstaltung prominent besucht u.a. gaben BR Bgm Gerhard Schödinger, Bgm Karl Zwirischitz, Bgm Kurt Wimmer, Dr. Gerhard Dickinger, Dr. Stefan Mitschek, Amtsleiter Karl Stradner, die Musiker von Samba Quilombo Vienna und eine hochrangige Abordnung der Peacekeeper dem AUTINT die Ehre.
Es ist schon Tradition, dass im Dezember die Angehörigen der Auslandseinsatzbasis die Möglichkeit haben an einer Adventwanderung teilzunehmen. Im Rahmen dieses CI-Projekts können die Grazer- und Götzendorferteile in gemütlicher Atmosphäre das vergangene Jahr revue passieren lassen und das Zusammengehörigkeitsgefühl vertiefen. Traf man sich in den letzen einmal in Götzendorf und zwei Mal in der Mitte so stand diesmal Graz am Wanderprogramm.
Mit zwei Stadtführeren wurde die Innenstadt erkundet und der Schloßberg erklommen. Wuchtig ragt das Dolomitgestein 123 Meter über dem Hauptplatz. Neben dem Uhrturm, dem Wahrzeichen von Graz, befindet sich auch der Glockenturm, liebevoll Liesl geannt, am Schloßberg.
Um 1125 wurde auf dem damals nackten Felsen eine romanische Burg errichtet, die Graz ihren Namen gab. Dieser kommt vom slowenischen „gradec“ und bedeutet „kleine Burg“. Später wurde das Gemäuer gotisch erweitert und ab 1544 nach Plänen von Domenico dell'Allio zu einer Renaissancefestung ausgebaut. Die Burg ist im Guinness-Buch der Rekorde als stärkste Festung aller Zeiten verzeichnet.

Auch Napoleon konnte sie Anfang des 19. Jahrhunderts nicht erobern. Erst als er 1809 Wien besetzte und mit der Zerstörung der Hauptstadt drohte, ergab sich das erpresste Graz und es wurden fast alle Festungsanlagen geschleift. Lediglich die Liesl und der Uhrturm blieben erhalten, da sie von den Grazer Bürgern freigekauft und somit vor der Zerstörung bewahrt werden konnten.
Rund dreißig Jahre später begann Ludwig Freiherr von Welden mit der Umgestaltung des einstigen Festungsberges in einen romantischen Garten mit zahlreichen Spazierwegen und teils südländischen Pflanzen, die hier dank des vergleichsweise milden Grazer Klimas gedeihen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde durch Zwangsarbeiter im Inneren des Berges ein umfangreiches Stollensystem mit 6,3 km Länge, 20 Eingängen und etwa 12.000 m² Nutzfläche angelegt, welches während der schweren Bombenangriffe auf Graz als Kommandozentrale, Luftschutzbunker für bis zu 50.000 Personen und Lazarett diente. Heute befindet sich im Stollensystem ein Lift, die Märchengrottenbahn und ein Veranstaltungszentrum.
Nach den wichtigsten historischen Stationen der Innentstadt wurde mit einem Glühwein am Adventmarkt die Wanderung beendet und in die Heimatgarnisonen verlegt. Für alle Teilnehmer war klar auch nächstes Jahr wieder dabei zu sein, denn auch wenn man an zwei Orten disloziert ist, sollte das Geimsame sowohl im Dienst als auch ab und zu auch ein wenig abseits davon im Vordergrund stehen.
Obstlt Helmut Gekle, S5 AUTINT