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Damentag

Category: Events 2020
Published: Monday, 21 September 2020

Insgesamt 15 Frauen versehen in der Auslandseinsatzbasis ihren Dienst. Ihre Arbeitsplätze sind quer durch die Kaserne verstreut, sodass sich nur selten die Gelegenheit ergibt gemeinsam etwas zu unternehmen. Mit einem CI-Projekt wurde diesem Manko nun abgeholfen und die Damen hatten die Möglichkeit einen Tag unter sich zu verbringen und in aller Ruhe ihre Erfahrungen untereinander auszutauschen. Natürlich blieb das Militärische dabei nicht unberücksichtigt und so wurde eine Freiluftbesichtigung des durch Corona leider geschlossenen Bunkermuseums in Bruckneudorf gemacht.

 

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Vzlt iR Pichler konnte aus seinem umfangreichen Erfahrungsschatz aber so bildhaft erzählen, dass der Kalte Krieg greifbar nahe war und sich die Vorstellung, wie die Lebens- oder besser gesagt Überlebensbedingungen in so einer Bunkeranlage waren keine Wünsche offenließ. Beim Rundgang durch das Gelände rund um die feste Anlage wurde das Aufmarschgebiet des damaligen „Ostfeindes“ eindrucksvoll vor Augen geführt. Allen Teilnehmerinnen wurde die landschaftliche Weite vor der Brucker Pforte und damit auch die umfassenden Angriffsmöglichkeiten einer feindlichen Armee bewusst. Und damit verbunden auch die Gefahr, der die eingesetzten Soldaten ausgesetzt waren.

Natürlich genügend Gesprächsstoff für den gemütlichen Ausklang, der bei einem Heurigen in Bruck stattfand. Für die Damen endete am Nachmittag ein überaus stimmiges CI-Projekt, das nicht nur dienstliche Kommunikation sondern auch einen äußerst interessanten historischen Rückblick in die Zeit der Spanocchi Doktrin brachte. Einer Wiederholung im kommenden Jahr dürfte somit nichts im Wege stehen.

 

EUFOR-Kontingent verabschiedet

Category: Events 2020
Published: Thursday, 10 September 2020

Am Donnerstag, 10 09 20, wurden in der Wallenstein Kaserne in Götzendorf 28 Angehörige des 33. EUFOR-Kontingents verabschiedet. Nach der Meldung an den stellvertretenden Kommandanten der Auslandseinsatzeinsatzbasis, Obst Karl Wolf MSD, erfolgte unter Abspielen der Bundeshymne die Flaggenparade.

 

In seiner Ansprache dankte der stellvertretende Kommandant des AUTINT dem Ausbildungsleiter, Mjr Jürgen Bartl, für die ausgezeichnete Einsatzvorbereitung, die unter Erfüllung aller coronabedingten Einschränkungen erfolgreich zu Ende geführt werden konnte. Kurz streifte Wolf das 60-Jahrjubiläum der Auslandseinsätze des Österreichischen Bundesheeres, ehe er sich dem Einsatzraum widmete. Mit dem Beitritt zur Partnerschaft für den Frieden kam es im Jahr 1996 auch zur Teilnahme Österreichs an der damals NATO-geführten Implementation Force (IFOR) in Bosnien-Herzegowina. Aus der IFOR wurde die Stabilization Force (SFOR), 2004 übernahm die Europäische Union die Führung der Mission, der Name wurde auf European Force (EUFOR) abgeändert.

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Obst Wolf forderte die Kontingentsangehörigen auf ehrliche Kameradschaft zu leben, für einander da zu sein und die hervorragende Reputation, die im Einsatzraum Bosnien-Herzegowina vorhanden ist, weiter aufrecht zu erhalten.

 

Auch wenn die Lage im Einsatzraum aufgrund der COVID-19 Situation besonders herausfordernd ist, ist es trotzdem notwendig den dienstlichen Verpflichtungen in allen Belangen bestmöglich nachzukommen.

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Derzeit ist es ruhig im Einsatzgebiet und die Tagesabläufe gehen eingespielt und routiniert über die Bühne, doch oft reicht ein kleiner Funken, um ein unheilvolles Feuer zu entzünden. Dementsprechend umsichtig und wachsam sollten sich unsere Kontingentsangehörigen bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und Aufträge verhalten, um weiterhin Stabilität und Frieden aufrecht zu erhalten.

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„Ich wünsche Ihnen viel Soldatenglück und vor allem eine gesunde Rückkehr in ihre Heimat Österreich“, schloss der stellvertretende Kommandant seine Rede und er verwies auf den guten Ruf, den österreichische Soldatinnen und Soldaten in den Einsatzräumen genießen
Fotos: Vzlt Werner Wukoschitz

Besuch nach 57 Jahren

Category: Events 2020
Published: Monday, 31 August 2020

Vor 64 Jahren verlegte die PZTS aus Hörsching in den Osten Österreichs zum Sicherungseinsatz an die ungarische Staatsgrenze. Im Dezember 1956, nach Beendigung der Grenzsicherungsmaßnahmen, kehrte man nicht mehr zurück in die alte Heimat Oberösterreich, sondern bezog kurzerhand die Wallenstein-Kaserne in Götzendorf.

 

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Mit dabei war der damals 23-jährige Othmar Redtenbacher. Schon bald holte er seine kleine, junge Familie nach und so sollte die Wallenstein-Kaserne für die nächsten 6 ½ Jahre ihre neue Heimat werden, in der er seinen Dienst als Kanzleiunteroffizier im Bataillonskommando versah. Nach 57 Jahren kehrte Vzlt i.R. Othmar Redtenbacher am 21. August dieses Jahres nun wieder in seine „Wüstengarnison“ zurück. Da im Kreise der Familie immer wieder über die gemeinsame Zeit in Götzendorf gesprochen wurde, beschloss man den rüstigen 87jährigen mit einem Besuch der Wallenstein-Kaserne zu überraschen. Mit Genehmigung des stellvertretenden Kommandanten der Auslandseinsatzbasis, Obst Karl Wolf, wurde mit den Besuchern ein kurzer Rundgang durch die Kaserne durchgeführt. Anschließend besuchte man das Garnisonsmuseum durch welches Vzlt i.R. Werner Zofal in bewährter Art und Weise führte, Vzlt i.R. REDTENBACHER entdeckte viele bekannte Gesichter auf den Bildern und konnte als Zeitzeuge auch Einiges über damals tägliche Begegnungen mit Persönlichkeiten wie dem späteren General Emil Spanocchi oder zu so manchem ausgestellten Exponat erzählen. Für Vzlt i.R. Redtenbacher war es ein wunderbares Wiedersehen mit seiner Vergangenheit, diese Überraschung ist der Familie sichtlich gelungen.

Ministerieller Besuch

Category: Events 2020
Published: Tuesday, 18 August 2020

Seit 60 Jahren leistet das Österreichische Bundesheer mit seinen Beteiligungen an internationalen friedensunterstützenden Operationen einen aktiven Beitrag zum Frieden in der Welt. Grund genug für Verteidigungsministerin Mag. Klaudia Tanner der österreichischen Drehscheibe für Auslandseinsätze am Dienstag, 18. August, einen Besuch abzustatten.

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Nach der Meldung an die Frau Bundesministerin und der Flaggenparade mit Bundeshymne sprach Mag. Tanner zu den Bediensteten der Auslandseinsatzbasis. Im Fokus stand dabei das 60-Jahrjubiläum der Auslandseinsätze. „In den vergangenen 60 Jahren haben mehr als 100.000 Soldatinnen und Soldaten und zivile Helfer in über 100 internationalen friedensunterstützenden und humanitären Missionen, einen unverzichtbaren Beitrag Österreichs zum Frieden in der Welt geleistet. Das heurige Jubiläum zeigt, wie wichtig es für Österreich ist dort zu helfen und für Stabilität zu sorgen, wo Krisen entstehen oder bereits ausgebrochen sind. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten und zivilen Helfern, die in sehr herausfordernden Situationen – oftmals unter Einsatz ihres Lebens – aktiv am Weltfrieden mitwirken. Sie sind es, die Österreichs Ruf als verlässlichen Friedenssicherer auch in Länder tragen, die von Katastrophen, Krieg oder Verwüstung betroffen sind“, so die Verteidigungsministerin.

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Im Anschluss an die kurze Ansprache stellte der Kommandant, Obst Claus Amon, in einem Briefing die Aufgaben und Aufträge des Austrian Armed Forces International Centres vor, sprach über die Ausbildung von OSZE-Beobachtern und den Einsatzkontingenten sowie über die zahlreichen internationalen Kurse, die im AUTINT durchgeführt werden. Wichtiger Punkt im Briefing war auch die weltweite Vernetzung der Trainings- und Ausbildungszentren, um im internationalen Verbund gemeinsam eine perfekte Harmonisierung und Standardisierung der Ausbildung sicherzustellen.

 

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Von den Experten der IT & FüU des AUTINT wurde via Skype eine Direktleitung nach Beirut gelegt und so konnte Tanner in einem Videotelefonat mit dem Katastrophenhilfeexperten Hptm Gernot Hirschmugl, Angehöriger der Abteilung CIMIC in Graz, direkt die aktuelle Lage im Krisengebiet erörtern. Hirschmugl koordiniert seit 7. August als Mitglied eines UNDAC-Teams (United Nations Disaster Assessment and Coordination) die Arbeit der multinationalen Hilfsorganisationen bei der Bewältigung der Explosionsfolgen in der libanesischen Hauptstadt.

 

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Nach diesem theoretischen Teil erfolgte die Verlegung ins Kasernengelände, um einerseits die Fortschritte im Bereich der Infrastruktur zu präsentieren und andererseits praktische Einweisungen in den Bereich PsyOps, CIMIC und der OSCE-Monitorausbildung durchzuführen. Beeindruckend wie immer die Einsatzmöglichkeiten des so genannten PsyOps-Husars, der als einziger in Österreich über eine Lautsprecheranlage verfügt. Selbige ist mit 149 Dezibel Lautstärke auch die leistungsstärkste Anlage, die den Einsatzorganisationen für nationale und internationale Einsätze zur Verfügung steht.
Im Bereich der Abteilung CIMIC wurde vor allem auf die vermittelnde Rolle der eingesetzten Soldatinnen und Soldaten verwiesen, die das äußerst wertvolle Bindeglied zwischen Militär, zivilen Einsatzorganisationen und der Bevölkerung sind.

 

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Etwas ruppiger ging es beim Aggressive Checkpoint zu, bei dem das Aufeinanderprallen einer OSCE-Patrouille mit wenig freundlich gesinnten „Rebellen“ dargestellt wurde. Der Aggressive Checkpoint ist ein besonders wichtiges Element im Rahmen der Monitorausbildung, denn in den Einsatzgebieten kommt es immer wieder zu Anhaltungen oder kurzfristigen Entführungen. Das äußerst realistische Szenario hinterließ auch bei der Verteidigungsministerin einen prägenden Eindruck, und zeigte, wie wichtig eine einsatzkonforme Ausbildung in Vorbereitung auf die Entsendung in ein Krisengebiet ist.

 

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Begleitet wurde Tanner in Vertretung des Wehrsprechers der ÖVP vom Nationalratsabgeordneten Andreas Minnich. Auch dieser zeigte sich von den Stunden in der Auslandseinsatzbasis sichtlich beeindruckt. „Für Österreich haben die Auslandseinsätze des Bundesheeres hohe Bedeutung. Ich danke allen Soldatinnen und Soldaten für ihr Engagement“, so Minnich.

 

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Nach dem Mittagessen in der Truppenküche und einem Gespräch mit der Personalvertretung wurde die Verteidigungsministerin von Obst Amon herzlich verabschiedet. Als Gastgeschenk wurde ihr das Wappen der Auslandseinsatzbasis überreicht. Ihr Eintrag im Gästebuch „Vielen Dank für die perfekte Einweisung und den interessanten Einblick“ zeugt von der professionellen Arbeit der Bediensteten der Auslandseinsatzbasis.

 

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